Die Grenzen des guten Geschmacks sind überschritten

 

Anna Neuendorf, Vorsitzende Sozialausschuss

 

Die AfD fordert im Gifhorner Kreistag alle Flüchtlinge zu Röntgen, um ihr Alter festzustellen. Für die Sozialausschussvorsitzende Anna Neuendorf ist damit die Grenze des guten Geschmacks deutlich überschritten. Auch an diesem Beispiel werde deutlich, dass die AfD offensichtlich alle Asylbewerberinnen und Asylbewerber über einen kam schere.

 

„Es gibt noch nicht mal einen einzigen unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten im Landkreis Gifhorn und trotzdem stellen Sie alle Geflüchteten unter Generalverdacht sich Leistungen erschleichen zu wollen“, erzürnt sich Anna Neuendorf im Kreistag.

Die AfD-Fraktion hatte einen Antrag gestellt die Handwurzelknochen von Geflüchteten zu röntgen um ihr Alter festzustellen. Dadurch solle Asylbetrug verhindert. Die AfD-Fraktion befürchtete, dass viele Asylbewerber ihr Alter nach unten korrigieren, um größere Chancen zu haben in Deutschland bleiben zu dürfen. Höhere Kosten entstehen für die öffentliche Hand jedoch nur, wenn die Geflüchteten minderjährig sind und ohne ihre Eltern geflohen sind. Einen solchen Fall gibt es laut Kreisverwaltung im Landkreis Gifhorn nicht.

„Hier einen solchen Antrag zu stellen ist geradezu absurd! Sie scheinen, auf dem Rücken der Schwächsten, Stimmung für ihre rechte Gesinnung machen zu wollen. Das ist nichts als Populismus“, legt Neuendorf mit Blick auf Marzischewski Drewes nach.

Auch der Deutsche Ärztetag lehnt eine Feststellung des Alters, durch das Röntgen des Handwurzelknochens ab. Dieses Vorgehen sei mit dem Berufsrecht nicht vereinbar, da weder eine Erkrankung verhindert noch Therapiert werde. Zudem sei die Altersfeststellung, durch das Röntgen von Handwurzelknochen von Jugendlichen, wissenschaftlich höchst umstritten und sollte daher auf keinen Fall angewandt werden.

 
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